Stefan Diez DIEZ OFFICE, Peter Wagner WAGNER LIVING

Als wir 1999 WAGNER wieder zurück ins Leben riefen, haben wir uns bei der Entwicklung der Marke immer auf die Tugenden unseres Großvaters und Gründers der Stuhlfabrik WAGNER aus dem Jahr 1949 zurückbesonnen. Nämlich uns ständig weiterzuentwickeln, niemals stehen zu bleiben und dem Design immer seinen eigentlichen Nutzen unterzuordnen.
Sein Wirtshausstuhl war schnörkellos, ein perfekt entwickeltes Alltagsprodukt, zeitlos und einfach wunderschön. Er steht heute noch in zahlreichen Gastronomiebetrieben und Vereinsheimen in unserer Umgebung und wird auch heute in zahlreichen Projekten national und international eingesetzt.
2017 haben wir mit Stefan Diez die D1 Stuhlfamilie und eine neue Stilikone für WAGNER geschaffen, deren wichtigste Gestaltungskomponente unser Patent sein musste: Das bereits 1999 entwickelte Dondola® Sitzgelenk, das 3-dimensional bewegtes und gesundes Sitzen ermöglicht.
Eine bahnbrechende Entwicklung bei WAGNER in der Neuzeit, um der ständig steigenden Zahl der Rückenleiden in Deutschland entgegenzuwirken. Dies haben wir in mehreren Studien bewiesen und Dondola® hat sich bereits zwei Jahrzehnte und hunderttausendfach bewährt!

Nie stehen zu bleiben zeigt sich bei WAGNER auch im so turbulenten Jahr 2020. Wir entwickeln zusammen mit Stefan Diez die D1 Stuhlfamilie weiter. Nach Einführung der schlichten Netzbespannung bringen wir im nächsten Jahr eine sehr innovative Polstervariante für alle D1 Modelle auf den Markt bis hin zur edlen Lederausführung. Aus unseren Erfahrungen in der Komplettmöblierung im Office Bereich haben wir den Trend zum Steharbeitsplatz erkannt und werden die D1 Familie im nächsten Jahr um eine Steh-Sitz Variante erweitern. Durch die Zusammenarbeit mit vielen Top Innenarchitekten und Designern wurden wir in den letzten Jahren immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, was den Grad der Individualisierung bei der Innengestaltung betrifft. Die sich ständig ändernden Parameter zur Raumnutzung im Office und Interior Bereich haben uns auf den Gedanken gebracht, dem hohen gestalterischen Anspruch bei der Möblierung mit einer neuen Idee gerecht zu werden, die den Gedanken von WAGNER, der permanenten BEWEGUNG im Sitzen, auch in die

gesamte Raumstruktur übertragen soll. Gemeinsam mit den Architekten von GONZALEZ HAASE Berlin und STEFAN DIEZ haben wir das Projekt D2 Office System ins Leben gerufen, das einen hohen Gestaltungsanspruch und gleichzeitig höchste Flexibilität in ein Möbelsystem überträgt, das durch ein zentrales Verbindungselement einfach nur zusammengesteckt, also werkzeuglos montierbar und jederzeit erweiterbar ist. Ein Masterpiece für Architekten, das jede Raumsituation hochprofessionell und gestalterisch anspruchsvoll inszenieren kann. Der Erlkönig dieses Systems wurde als Case Study für das bekannte Münchner Grafikbüro von MIRKO BORSCHE entwickelt. Sein neues Studio dient WAGNER in nächster Zeit als Designlab, Showroom und auch Brandlab, das die Marke WAGNER in die nächste Entwicklungsstufe bringen wird. Deshalb nennen wir dieses besondere Projekt WIP – WORKSPACE IN PROGRESS. Wir dürfen gespannt sein auf die vielen neuen Ideen, die aus dieser einzigartigen Zusammenarbeit entstehen werden.

A Project by Wagner Living, Diez
Office & Gonzalez Haase AAS

A Project by Wagner Living, Diez Office & Gonzalez haase aas

Vor ca. einem Jahr, im Herbst 2019, entdeckte Grafikdesigner Mirko Borsche in der Paul-Heyse- Straße in München ein ehemaliges Döner Restaurant. Die Räumlichkeiten waren von dem ehemaligen Gastronomiebetrieb entsprechend gezeichnet, hatten aber genügend Charme, um die Vorstellungskraft von Mirko Borsche anzukurbeln. Der Münchner Altbau sollte komplett entkernt, renoviert und das neue Atelier von BUREAU BORSCHE in unmittelbarer Nähe des Münchner Hauptbahnhofs werden. Etwa zur gleichen Zeit arbeitete WAGNER gemeinsam mit DIEZ OFFICE und dem Berliner Architekturbüro GONZALEZ HAASE an einem neuen Möbelsystem, welches die Anforderungen an moderne Arbeitswelten und Arbeitsräume abdecken sollte. Über Stefan Diez kam das Atelier-Projekt von Mirko Borsche in die Entwicklungsstufe des neuen Möbelsystems. Die Anforderungen der international tätigen Agentur wurden seitdem in einem fortlaufenden Prozess zur Fallstudie für das Design und die Entwicklung eines parametrischen Möbelsystems verwendet. Unterschiedliche Räume, verschiedene Situationen des Zusammenarbeitens bis hin zu den notwendigen Funktionsräumen mussten geplant werden und in das Leistungsportfolio eines neuen Möbelsystems eingegliedert werden.

Wagner Living, Diez Office & Gonzalez haase aas Wagner Living, Diez Office & Gonzalez haase aas

Alle Elemente des Mobiliars zeigen die Idee einer Roh-Platte mit offenen Kanten, die mit einem von Gonzalez Haase entworfenen, maßgefertigten Verbinder aus poliertem, vollmassivem Aluminium zusammengesetzt sind.

Wagner Living, Diez Office & Gonzalez haase aas

Der Wechsel zwischen optisch kühlen Materialien und Vorhängen bietet atmosphärisch eine ideale Balance und schafft für die Mitarbeiter auch akustisch ein angenehmes Raumgefühl. Bestehende Elemente wie die Ziegelwand des Altbaus, die gusseisernen Säulen und Stahlträger wurden im Rohzustand erhalten und in papyrusweiß glänzend lackiert.

Die allgemeine Beleuchtung besteht aus LED Lichtbändern und ist wie eine Galerie konzipiert und ausgeleuchtet. Sie ist an die Innenform der Räume angepasst, durchflutet den gesamten Raum und durchquert alle Räume einschließlich der transparenten Raumteiler.

Die Farbigkeit der Räume besteht aus Weiß- und Grautönen. Die ausgewählte Materialität gibt hauptsächlich die Farbe vor. Aluminium, Plexiglas und Terrazzoböden haben ein hellgraues Farbspektrum.

Wagner Living, Diez Office & Gonzalez haase aas
Wagner Living, Diez Office & Gonzalez haase aas

Die Möbelelemente, Tisch und Raumteiler sind durch ihre Größe, Dimension und Materialität architektonische Monolithe. Die monumentalen Elemente, wie der 9 Meter lange Aluminium Arbeitstisch, werden durch die raumhohe, lichtdurchlässige Wand aus Polycarbonatplatten ausgeglichen.

Wagner Living, Diez Office & Gonzalez haase aas

Der hellgraue Bodenbelag aus Betonsteinplatten mit Terrazzo-Optik ist ein Verweis auf die U-Bahn-Station Sendlinger Tor in München. Die feingestrahlten, vorgefertigten Terrazzoplatten sind 20 mm stark und im Format 60x60 cm. Das Besondere ist, dass die Platten in ihrer vollen Größe auch entlang den Wänden im Showroom angebracht sind. Ein 60 cm hoher Sockel. Dadurch heben sich besonders Boden und Decke durch ihre Materialität räumlich sehr stark ab.

About the designer

Stefan Diez DIEZ OFFICE

Stefan Diez DIEZ OFFICE

Stefan Diez, 1971 in Freising geboren, studierte nach seiner Lehre zum Schreiner Industriedesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2003 eröffnete er sein eigenes Studio in München. Seine Arbeit umfasst Produkte und Möbel, Haushaltsgegenstände, Geschirr und technische Produkte, Accessoires sowie Ausstellungskonzepte u.a. für Arita, Authentics, Burgbad, e15, emu, Gandia Blasco, Hay, Magis, Moroso, Rosenthal, Thonet, Vibia, Wagner und Wilkhahn. Einige seiner Arbeiten wurden ausgezeichnet und in Ausstellungen präsentiert, u.a erhielt er den “Designpreis der Bundesrepublik Deutschland”,“IF Gold award” und den “red dot best of the best award”. Von 2007 bis 2014 war er Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Seit 2018 ist er Professor für Industriedesign an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

Stefan Diez beschäftigt sich intensiv mit unterschiedlichen Materialien und Technologien und lotet dabei immer wieder deren Grenzen aus. Mit seinem Studio entwickelt er Produkte, die in ihrer Präzision und Einfachheit genau die Bedürfnisse eines jeden bedienen. Stefan Diez gehört zu einer ersten Generation von Designern, die einerseits handwerklich geschult sind, gleichzeitig jedoch schon während ihres Studiums mit digitalen Tools experimentiert haben und folglich in beiden Welten zu Hause sind. In seinen Arbeiten bedient er sich analoger und digitaler Verfahren. Die daraus resultierenden Erfahrungswerte fließen dann in die Entwicklungs- und Produktionsprozesse mit ein.

Gonzalez & Judith Haase AAS

Pierre Jorge Gonzalez
& Judith Haase AAS

Pierre Jorge Gonzalez und Judith Haase gründeten im Jahr 1999 ihr eigenes Büro mit Niederlassungen in Berlin und Paris. Primäre Projektbereiche sind Architektur, Design, Szenografie und Beleuchtung. Pierre Jorge studierte Bühnenbild in Paris und Judith Architektur an der Kunsthochschule in Berlin.Bei der Zusammenarbeit in New York mit Richard Gluckman und Robert Wilson für dessen Watermill Center ergaben sich erste Gelegenheiten über neue architektonische Lösungen für die Präsentation von Kunst nachzudenken. Das Zusammenspiel von Licht und Architektur bleibt ein Hauptaspekt in der Konzeption von Räumen für Kunst und verwandte Aktivitäten. Gonzalez Haase AAS ist bekannt für die enge Kooperation mit zeitgenössischen Künstlern, Kuratoren und

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Sammlern, um den optimalen Rahmen für ein Kunstwerk, einen Luxusartikel oder den Körper eines Darstellers zu schaffen. Beispiel dafür sind die Shops von Andreas Murkudis, Balenciaga oder die Gestaltung der Galerie Nordenhake und Thomas Schulte in Berlin, die vorbildhaften Charakter erlangt haben. Die Konkretisierung einer Grundidee, sei es für eine moderne Kunstgalerie oder einen Laden für Mode, durchläuft meist ähnliche Entwicklungsstadien. Wie in der Architektur nutzen alle Projekte die gegebene Situation als Ausgangspunkt für eine neue Lösung. Die ortsspezifischen Gegebenheiten, Budget und Konstruktionstechniken werden in ein ästhetisches Wechselspiel gesetzt.

Nach seinem Abschluss in Grafikdesign an der University of Kingston in London und einem Abschluss in Kommunikationsdesign an der Fachhochschule für Gestaltung in Augsburg arbeitete Mirko Borsche als Art Director bei der Werbeagentur Springer & Jacoby, wo er für die Kampagnen von Levis, MTV, Mercedes Benz, Panasonic, Reemtsma und anderen verantwortlich war. Von 1999 bis 2002 war er Art Director der Zeitschrift jetzt, einem Spin-off für junge Leute der renommierten überregionalen Süddeutschen Zeitung. Ab 2002 arbeitete Mirko Borsche mehrere Jahre lang als Art Director für die Mini-International BMW Group. Im selben Jahr wurde er Art Director bei einem neuen Projekt von Stern/Gruner+Jahr und gründete das Jugendmagazin NEON, das in Deutschland ein großer Erfolg wurde. Im Jahr 2004 kehrte er für den Relaunch des Magazins jetzt zurück und blieb bis 2007. Seit 2007 ist er Creative Director für die Wochenzeitung DIE ZEIT und alle anderen Publikationen des Zeit-Verlags wie Zeitmagazin und Zeit Wissen. Im Jahr 2007 gründete Borsche außerdem sein Designstudio Bureau Mirko Borsche in München. Seine Kunden kommen aus allen Bereichen, von Kultur und Medien bis zur Wirtschaft: Bayerische Staatsoper, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Thalia Theater, Harper’s Bazaar, Audi, BMW Group, Saskia Diez, Stefan Diez, Kostas Murkudis, Nike...

Mirko Borsche erhielt für sein Werk zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Neben vielen nationalen Ausstellungen wurde sein Werk in Amsterdam, Barcelona, Florenz, Stockholm, Seoul und Tokio ausgestellt.

Mirko Borsche Bureau Borsche

Mirko Borsche Bureau Borsche

D2
Aluminium WORKSPACE 2.0

D2
			Aluminium WORKSPACE 2.0

Entwicklung eines parametrischen Systems, bestehend aus Regalen, Tischen und Trennwänden, welche sich vom klassischen Baukastensystem unterscheiden. Anders als das Baukastensystem benötigt das parametrische System weniger Lagerfläche und bietet größere Flexibilität, auf architektonische Gegebenheiten zu reagieren (made to measure). Die Zusammenarbeit mit eigenen und assoziierten Handwerksbetrieben und die Offenheit gegenüber modernen Technologien bietet die Möglichkeit, in besonderer Weise auf die konkreten Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

Der derzeitige Stand des Tisches, zeigt eine technische Studie des Projektes. In der Weiterentwicklung des Systems werden auch mögliche andere Materialien für die Platten erprobt. Am Konzept des Cardboard-Workspace für temporäre Nutzung und Raumstrukturen wird bereits gearbeitet. Mit diesem parametrischen System gehen wir auf die Bedürfnisse zeitgenössischer Büroplanung ein. Flexibilität, Individualität und Mitbestimmung - diesen Kernpunkten heutiger Bürogestaltung für eine urbane, kreative Zielgruppe tragen wir damit Rechnung.

D2
			Aluminium WORKSPACE 2.0

Die Varianz des
Kunstoffverbinders

Für das Regal können mittels eines Kunststoffverbinders Aluminium-Leichtbauplatten von 1 5mm Stärke ohne Verwendung von Werkzeugen zusammengesteckt werden. Der Kunststoffverbinder, der in die Aluminium-Leichtbauplatten eingeklickt wird ist dabei in der Lage sowohl die Regalböden als auch die Rückwände (Kunststoffleichtbauplatten / Stegplatten / Hohlkammerkunststoffplatten) aufzunehmen. Das L- Extrusionsprofil dient dazu, die Regalböden einzuhängen, während das U-Profil als Blende dient, die die Kunststoffverbinder verdeckt.

Das parametrische System bietet
größte Flexibilität

D2 Das parametrische System
D2 Das parametrische System
D2 Das parametrische System
D2 Das parametrische System
D2 Das parametrische System
D2 Das parametrische System

D1 Evolution

D1 Evolution

Ziel der D1 Entwicklung war es eine Stuhlikone ähnlich dem W1960 zu schaffen und die Designsprache in eine ganze Modellfamilie münden zu lassen, die abgewandelt, aber mit einer wiedererkennbaren Optik in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt werden kann.

Mit der Formensprache des D1 und dem weiterentwickelten Dondola®-Sitzgelenk sind bereits zwei Modelle entstanden, die eine neue Ära des Bürostuhl-Designs einläuten. Ab dem Frühjahr 2021 wird das Portfolio um eine weitere Kategorie ergänzt. Es geht um das Thema Hochsitzen, das mittlerweile in alle Bereiche unseres Lebens vermehrt Einzug hält. Egal ob im Privaten an Küchentresen oder Theken oder im Office zu kurzen Besprechungen im Stehen.

Das Dondola® 4D Gelenk aus den bisherigen D1 Modellen wird dazu komplett überarbeitet und an die veränderten Anforderungen angepasst. Der einzigartige Bewegungsablauf der D1-Mechanik bleibt dabei jedoch unangetastet und garantiert ein bewegtes Sitzgefühl auf „höchstem“ Niveau.

Zum Start wird der D1 high in den passenden Farbkombinationen angeboten.

D1 Evolution
D1 Evolution
D1 Evolution
D1 Evolution

Workspace in Progress - Die D1 Familie wächst zum kommenden Jahr um einige Modelle.

Auch die Konfigurationsmöglichkeiten der bisherigen Modelle D1 office und D1 low werden im Jahr 2021 weiter wachsen. Neben bisherigen Rahmenfarben wird es zusätzlich zu den Netzvarianten auch gepolsterte Ausführungen geben. Der unifarbene Stuhlkorpus in schwarz und papyrusweiß wird ein gedecktes Armygrün, ein warmes Bordeauxrot und ein leuchtendes Gelb ergänzt. Die wohnlichen Polstermodelle werden mit speziellen Tragnetz-Polstertechniken realisiert. Durch die Weiterentwicklung der Polsterleisten lassen sich nun auch verschiedenste Polsterstoffe und edle Lederhäute verarbeiten. Allesamt wachsen mit dieser Modellevolution die Einsatzmöglichkeiten deutlich. Für alle Einrichtungskonzepte lassen sich die D1 Modelle nun maßgeschneidert anpassen und fügen sich harmonisch in die Archtektur ein oder setzen bewusst Akzente – für einen bewegten Auftritt.

Die Monolithische Farbgebung schafft harmonische Akzente.

D1 Evolution
wagner-lab